„Teamarbeit zwischen Mensch & Pferd ist der Prüfstein zu einem qualifizierten Gebrauchspferd!"


2020 feiern wir 10 Jahre aktive & erfolgreiche Teilnahme in der Working Equitation.  

Eine Wettkampfform im Reitsport, die uns von Anfang an fasziniert hat! Das Endziel der Dressur für ein deutsches Gebrauchspferd war einmal die absolute Beherrschung des Pferdes im Gelände/nach allen Richtungen verschiebbar/sowohl auf der Vorhand und Hinterhand auf dem Fleck wenden können und dies auch in der Mitnahme/Gebrauch der zusätzlichen Dienstwaffen - Lanze & Degen. Das Pferd musste einhändig führbar sein. Wiederzufinden in modernen zweckbefreiten (keine Ausbildung mehr zu militärischen Zwecken) Leistungsreitsportwettkampfarten, wie der Vielseitigkeit oder auch des Distanzreitens. Der Gebrauch der Lanze findet sich noch heute als fester Bestandteil der WBO / Ringstechen wieder. Auch wenn wir keine traditionelle Arbeit mit Rindern vorweisen können, sind doch einzelne Elemente der damaligen militärischen Gebrauchspferdeschulung ähnlich. Heutzutage können wir glänzen in unseren selbstgewählten Reitsportweisen und den dazugehörigen Disziplinen. Die Working Equitation nimmt dabei eine besondere Stellung ein, weil sie das Endziel ihrer Ausbildung in der  einhändigen Zügelführung und einhändigen Bewältigung aller Einzeldisziplinen sieht!

Ein ständiger Wechsel zwischen Ruhe, Präzision, Rasanz, Mut

 und der Arbeit am Rind aber auch ständig wechselnde Wettkampfbedingungen prägen diese Turnierdisziplin!


 

  • Die Working Equitation ist eine Wettkampfform, die im besonderen Maße sich der kulturellen Pflege von Besonderheiten der Aufgabenstellungen an Arbeitspferde widmen möchte. / Dabei meint im weiteren Sinne Kultur: „Alle vom Menschen selbst geschaffenen und entwickelten Möglichkeiten zur Lebenserhaltung (Hütearbeit am Rind - oder historisch zu kriegerischen Mitteln) und Lebensgestaltung (Sport/Reiterspiele).“
  • Die sonst im Sport künstlich gesteckten Ziele werden hier in der Rinderarbeit zweckorientiert in den Wettkampf eingebunden.
  • Es wird außerdem traditionellen Werten hinsichtlich des Materials, Kleidung und Equipment Platz eingeräumt.

  • Die klassische Dressur ist auch hier, die beste Variante und Grundlage für ein erfolgreiches Training!
  • Das Training stellt besondere spezifische Anforderungen an die Einzeldisziplinen!
  • Inhalte des Trainings sollen im hohen Maße die Bewegungskoordination - sensomotorische Koordination fördern/verbessern
  • Umfänglich und vorrangig ist dabei das Schulen der 7 Teilfähigkeiten
  • Sie sind die Basis für eine spätere Spezialisierung
  • das Ziel der Gebrauchsreiterei erfordert ein hohes Maß an Durchlässigkeit in der vertikalen Ebene, sowie der Horizontalen - aber auch ein schneller Wechsel von einer Ebene zur Anderen und zurück
  • die Pferde müssen in alle Bewegungsrichtungen verschiebbar sein, reaktionssicher und sicher situationsangemessen reagieren können.
  • Üben und Verfeinern von Teilbewegungen, damit Bewegungsmuster später in der Rinderarbeit zweckorientiert angewandt werden können.
  • Das Ziel ist ein sich selbsttragendes, einhändig manövrierbares Gebrauchspferd

 

Das Training bietet ein Unzahl an verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten und -kombinationen!


Für den Reiter bedeutet dies:

  • hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Konzentration
  • er lernt seinen Partner besser einschätzen
  • er muss lernen auf welchem reellen Ausbildungsniveau sich beide befinden
  • Grundsätze der Ausbildungstheorie bekommen einen praktischen Bezug durch die Rinderarbeit
  • Bewegungsvarianten schaffen unerwartet neue, die zur Verbesserung und Schulung von Bewegungsfertigkeiten einbezogen werden können
  • das bisher angewandte Training wird komplexer gestaltet, fördert Motivation und Lernbereitschaft
  • der Ausbildungsweg schafft Kreativität, wichtig besonders für junge Reiter, um die Inhalte und Methoden bis zur Spezialisierung ausarbeiten zu können

Für den Trainer bedeutet dies:

  • ein hohes Maß an Wissen
  • Kreativität
  • Schwankungen mit einzubeziehen, damit ein individuelles Optimum geschaffen werden kann
  • Übungen müssen stets komplexer und selbstständig gestaltet werden
  • fördert so die Weiterentwicklung von Schüler und Lehrer

 

Bewegung fördern •  Kommunikation stärken • Grenzen erweitern